Betreff:: Ich dachte bislang an das Gute

Gefragt von Cicero am 18.10.2016 19:06

kurze Frage

Russin aus Barnaul
Anna
31 Jahre rote Haare und sehr nett.
Habe den Header ihrer Mails gecheckt aber kenne mich da nicht so gut aus. MIME-Version: 1.0

Wir schreiben jetzt gut zwei Monate. Sie will jetzt zu mir kommen und braucht für das Visum einen Kontoauszug um zu bestätigen, dass sie sich im Ausland selbst versorgen kann. ich habe ihr eine Kostenübernahmebestätigung geschickt. Sie sagt damit fängt sie nichts an. Sie braucht jetzt 3000 Euro weil das gesetz eine Mindestsicherung von 100.- pro tag vorsieht. Ich habe ihr schon 900.- geschickt und habe auch eine Kopie des Flugtikets bekommen. Was denkt ihr? Ich hab das Geld auch nicht um es ihr zu schicken via MoneyGram. Kann es sein,oder nicht? Das ist meine Frage ;-)
Danke Leute

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  Uli am 19.10.2016 

@ Cicero

Wie es aussieht, bist Du einem Scammer auf den Leim gegangen.
Es gibt keine gesetzliche Mindestsicherung. Es wird der Nachweis der Rückkehrwilligkeit gefordert und eine Bestätigung, dass sie den Aufenthalt hier auch finanziell stemmen kann. Und das sind 35 Euro pro Reisetag im Schengenraum.
Sie muss eine Arbeitsstelle nachweisen mit regelmäßigem Gehaltseingang. Ansonsten lese alles Formale auf den Seiten der Deutschen Botschaft in Moskau nach.

Eine Kostenübernahmeerklärung würde ich nur bei persönlich bekannten Perstonen abgeben. Ansonsten wäre dann eine Haftpflichversicherung ratsam, die auch die Kosten einer Abschiebung abdeckt!

Und bei der Kopie des Flugtickets klingelt es bei mir in den Ohren. Auch in Russland werden Papiertickets nur noch gegen Aufpreis ausgestellt! Ansonsten gibt es nur das E-Ricket mit dem sechsstelligen Buchungscode. UNd der lässt sich in der Regel bei checkmytrip.com nachprüfen.
Aber Du kannst mir einmal diese Kopie zusenden. Vermutlich habe ich das Ticket bereits in meiner Sammlung!

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  Torsten am 20.10.2016 

ich hoffe Du akzeptierst eine ehrliche Meinung: die Geschichte stinkt zum Scam-Himmel. Uli hat ebenso Recht, schon mit einer Kostenübernahmeerklärung gehst Du ein hohes Risiko ein, falls der "Besuch" zwar kommt, aber dann abhaut. (Hat es alles schon gegeben). Einfach mal mit Google suchen. Auch die Bildersuche lohnt sich.

Du solltest einsehen, dass Du 900 Lehrgeld bezahlt hast und nicht noch mehr Geld zum Fenster rauswerfen!!! Überlege, ob Du Anzeige erstellt. Das macht vor allem Sinn, falls Du ein Ausweiskopie bekommen hast. Dann ist es nämlich Urkundenfälschung.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  Uli am 21.10.2016 

@ Torsten

Eine Anzeige sollte man zwar machen, in der Regel verläuft sie aber ins Nirgendwo.

Früher konnten wir Scammer durchaus bis zur Quelle zurückverfolgen, aber die moderne Technik und der Hang zur Anonymität bei Googlemail & Co haben dieses fast unmöglich gemacht. Da können wir nur auf Fehler hoffen.

Ansonsten gehen sowieso nur die kleinen Fische ins Netz. UNd wenn die ergaunertes Geld zurückzahlen sollen, dann geht das über Jahrzehnte! Man hat zwar den Titel, dass man das Geld bekommt, aber da der Scammer kaum etwas hat, kommt das Geld nur minimalst zurück!

Bei einem Besuch in Yoshkar-Ola mit einem Opfer stellte sich heraus, dass die Person, die das Bankkonto eröffnet hat, eine alleinerziehende Mutter war. Die bekam mal 1000 Rubel von einem Scammer zur Eröffnung des Bankkontos, hat dann aber ihre Bankkarte verloren und das n icht bemerkt! So unmöglich diese Geschichte ist, aber das Opfer brachte es nicht fertig, diese Mutter anzuzeigen!

Die andere Variante ist Western Union & Co. Geben sich als sehr sicher aus, aber bereits in Deutschland war es möglich, an das Geld zu kommen ohne gültige Personalausweise! Wie wird es dann wohl erst in Russland oder in Afrika sein?

Meist kommt man nicht an die Scammer heran. Und wenn man rankommt, dann sind es die kleinen Fische. Und in Russland ist es da auch nicht viel anders, als in Deutschland. An das ergaunerte Geld kommt man kaum heran, da es bereits diverse Umwege gegangen ist und der Nachweis einer Straftat kaum noch möglich ist.

Daher reden wir ja bereits seit Jahren: Kein Geld nach Russland, Ukraine, Malaysia, Nigeria etc. pp. schicken!

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Schreiben Sie Ihre Antwort oder Kommentare hier:

Betonte Silben können Sie mit { } zeigen. Die Buchstaben zwischen { } werden rot und fett dargestellt. priw{je}t -> priwjet

Name:
Email:
Ihre Kommentare
Bitte tragen Sie die Summe ein:    7+5=  
 
 


Zurück zu allen Nachrichten Neue Frage erstellen