Betreff:: Überprüfung, was sonst

Gefragt von Nos am 15.09.2013 22:04

Sie wollten schon immer den Zusammenhang der Mensch und die Natur selbst anschauen (wird gemeint, dass der Mensch im engen Zusammenhang mit der Natur lebt/steht), weil ihren Worten nach, ist diese Verbindung in Deutschland schon längst verloren (gegangen).

Ist das einigermaßen verständlich und wenn schon, wie soll es auf dem richtigen Deutsch lauten?
Danke schon mal im Voraus!
Nos

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Geschrieben von  scholli am 16.09.2013 

Hallo Igor,
es ist verständlich, wobei ich es so sagen würde:

Sie wollten schon immer die Beziehung (alternativ: Symbiose,Verbindung) zwischen Mensch und Natur untersuchen,(alternativ: analysieren), weil, nach ihren Worten (alternativ: weil, wie sie sagen (meinen, behaupten), diese Verbindung in Deutschland schon längst (alternativ: schon vor langer Zeit) verloren gegangen ist.

Poka!
Frank.

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Geschrieben von  Nos am 17.09.2013 

Danke schön Frank!
...verloren gegangen ist (oder sei?). Wenn es auch geht, was ist besser?

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Geschrieben von  hm am 17.09.2013 

Frank wird mir verzeihen - er muß ja noch arbeiten (hoffe ich).
Es geht beides! Was ist besser? Kann man nicht so genau sagen. Bei "ist" steht es unumstößlich fest, ohne 'wenn und aber'. "Sei" ist die Möglichkeitsform, ein Wunsch, läßt Spielraum für andere Varianten.
Im vorliegenden Satz finde ich beides vor. Sie sind felsenfest überzeugt/sagen/behaupten (= ist)! Andererseits steht da, 'nach ihren Worten'/sie 'meinen'. Das läßt Spielraum für andere Meinungen (= sei). Das sind aber nur meine Empfindungen, Frank hat vielleicht andere.

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Geschrieben von  Julia am 17.09.2013 

Soll aber die indirekte Rede korrekterweise (also streng genommen) den Grammatikregeln nach nicht mit dem Konjunktiv ausgedrückt werden ("sei")?

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Geschrieben von  hm am 17.09.2013 

Ach Jule,
Du machst mir das Leben schwer! :-)
Um die Regeln habe ich mich nicht gekümmert, ich wußte nicht mal, daß es da eine konkrete gibt. Im Netz streiten sich sogar die Lehrer darüber, was sie als 'falsch' oder 'richtig' einstufen sollen.
Folgendes aus dem 'Duden Newletter o1/o6' stelle ich mal vor:
"In der indirekten Rede und ähnlichen Nebensätzen, die durch eine unterordnende Konjunktion (dass,ob) oder ein Fragewort (was, wann, wie u. Ä.) eingeleitet werden, wird neben dem Konjunktiv I häufig auch der Indikativ verwendet: „Der Minister behauptet, dass der Lobbyist ihn nach allen Regeln der Kunst über den Tisch gezogen habe/hat.”

Wenn der Nebensatz allerdings von einem Verb abhängt, dessen Bedeutung impliziert, dass der Sprecher den Inhalt des abhängigen Satzes als gegeben betrachtet, ist allein der Indikativ möglich: „Der Minister stellt fest, dass der Lobbyist ihn nach allen Regeln der Kunst über den Tisch gezogen hat.”

Auch die Verben des Wissens (wissen, erfahren,einsehen) verbinden sich normalerweise mit dem Indikativ: „Die Schüler haben eingesehen, dass es so nicht weitergehen kann.” „Der Vater erfuhr nie, dass sein Sohn ein Dieb geworden war.”

Das deckt sich fast mit meinen Empfindungen! :-)
Vielleicht war es auch für dich von Nutzen!
Gruß,
hm
Es gibt aber auch Verfechter der starren Regel, wie Du sie angeführt und wahrscheinlich auch gelernt hast.

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Geschrieben von  Julia am 18.09.2013 

Danke, Hartmut! Du hast richtig recherchiert :)) Ich habe es wirklich mit dem Konjunktiv gelernt, weiß aber, dass man es im Alltag eher nicht berücksichtigt. Für mich ist es allerdings 'ne Erleichterung, da ich dann nicht ständig über die richtige Konjunktiv-Form nachdenken muss, abgesehen noch davon, dass man im Russischen sowieso nur den Indikativ in solchen Fällen verwendet.

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Geschrieben von   am 18.09.2013 

! :-)

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