Betreff:: Guttenberg

Gefragt von hm am 25.02.2011 17:00

Vielleicht bissel viel, aber wer will....

7. Quellen, Zitat und Zitieren
Klaus Niedermair und Michael Nonnato

Wissenschaftliches Arbeiten stützt sich auf bereits vorhandenes Wissen, der wissenschaftliche Fortschritt wäre wahrscheinlich sehr gering, wenn wir jedes Mal versuchen würden, das Rad neu zu erfinden. Das gilt besonders auch für wissenschaftliches Arbeiten während des Studiums: Meist werden Sie in Ihren Texten bereits vorhandene Literatur zu einem Thema verarbeiten oder kompilieren. Umso wichtiger ist es, die eigene Leistung und die Ideen anderer, auf denen Sie aufbauen, unterscheidbar zu machen. Es gehört zur political correctness wissenschaftlichen Arbeitens, die in einer wissenschaftlichen Arbeit verwendeten Quellen anzugeben und nachzuweisen, also genau zu zitieren.
Warum zitieren?

„Zitieren“ bedeutet Verwenden von Gedankengut fremder Autoren und Angeben der Quelle. Texte müssen natürlich zitabel, d.h. zitierfähig sein. Dazu muss ein Text erstens in einem Buch, einer Zeitschrift oder auch im Internet veröffentlicht und zugänglich sein. Zweitens sollte der Text wissenschaftlich sein, also über ausführliche Quellenangaben verfügen, eine nachvollziehbare Argumentation aufweisen und auf anerkannten wissenschaftlichen Methoden basieren. Korrektes Zitieren betrifft nicht nur die Form einer wissenschaftlichen Arbeit, sondern erfüllt unterschiedliche Aufgaben, von denen nicht zuletzt auch das Funktionieren und Weiterentwickeln des Wissenschaftsbetriebs abhängt: Zitieren ist unabdingbar, um *
eine These nachprüfen zu können, *
eigene und fremde Leistungen zu unterscheiden, *
Informationen aufzufinden, *
zu dokumentieren, welche Positionen WissenschaftlerInnen vertreten, *
nachzuweisen, dass und welche relevante Literatur verarbeitet wurde *
die eigene Argumentation zu unterstützen usw.

Wer nicht korrekt zitiert, begeht ein Plagiat.
Was ist ein Plagiat?

Ein Plagiat ist die bewusste unrechtmäßige Übernahme von fremdem geistigen Eigentum (vgl. Weber-Wulff 2004). Plagiieren heißt demnach gegen die Regeln des korrekten Zitierens verstoßen. Dies ist dann der Fall, wenn jemand
*
die Arbeit anderer für die eigene ausgibt, z. B. einen „Ghostwriter“ hat, *
Arbeiten ganz oder zum Teil aus dem Internet kopiert und sie für die eigene ausgibt, *
fremdsprachige Arbeiten ganz oder zum Teil übersetzt und ohne Quellenangaben übernimmt,*
Zitate verwendet, ohne die entsprechenden Quellen zu nennen, *
aber auch ein und dieselbe Arbeit ganz oder zum Teil in verschiedenen Seminaren einreicht.

Achtung: Ein Plagiat zu identifizieren, ist fast genauso einfach wie eines zu begehen! Meist fällt Lehrenden die überraschende Diktion der Arbeit auf oder Stilbrüche innerhalb der Arbeit, und mit einer kurzen Recherche (Phrasensuche) über eine Internet-Suchmaschine ist schnell überprüft, ob der Tatbestand vorliegt. Plagiate sind keine Lausbubenstreiche, sondern ernstzunehmende Verstöße gegen die Spielregeln der Wissenschaftskultur. Bei studentischen Arbeiten führt ein nachgewiesenes Plagiat im besten Fall zu einer negativen Benotung.
Quelle: biwiwiki.org.

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Geschrieben von  Inge Hummel am 26.02.2011 

@ hm,
danke für die klärenden Zitate und Quellen. Sie sollten recht aufmerksam gelesen werden, um beurteilen zu können, was Deutschland für einen bemerkenswerten Verteidigungsminister - hoffentlich nur zur Zeit noch - hat.

Inge Hummel

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Geschrieben von  obu am 26.02.2011 

Liebe Inge,
Sehen Sie, als Verteidigungsminister sind andere Eigenschaften als Ehrlichkeit bei der Dissertation gefragt. Vielleicht eignet er sich ja gerade deshalb für einen politischen Posten. Sie kennen doch das Sprichwort sicher auch, wonach nur Kinder und Narren die Wahrheit sagen!!!
Meine Meinung: Dass er die akademische Würde samt 'summa cum laude' los ist, finde ich in Ordnung. Ich glaube aber, dass nicht ihm allein die Schuld zugeschoben werden kann. Sein Doktorvater und wahrscheinlich noch andere haben mindestens ein Auge, wenn nicht gar beide, angesichts des 'Adels', zugedrückt. Aber für dieses 'Wohlwollen' trifft nicht den 'Adligen' Schuld!
Alles Liebe Othmar
Всего хорошего. Вам было прекрасный отпуск и много снега?

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Geschrieben von  hm am 26.02.2011 

Ich bedauere eigentlich nur, daß die gesamte Thematik so unsachlich behandelt wurde. Bereits bei den ersten Verdachtsmomenten wurden von überschlauen Politikern schon Rücktrittsforderungen laut. Nun haben sich die Befürchtungen bewahrheitet, die Konsequenzen sind gezogen. Und zwar von denen, die dafür zuständig sind (die Uni, nicht die Oppositionspolitiker). Natürlich muß ich obu zustimmen, daß da sogar auch Hühneraugen mit zugedrückt worden sein müssen(auch das ist blamabel). Das Verhalten Guttenberg's selbst ist nun typisch für die Ertappten: Nur zugeben, was ohnehin schon bekannt ist(Salamitaktik). Kein wirklich ehrliches Wort, was ihm vllt. den Ministerposten hätte erhalten können. Nun ist er garantiert nicht mehr lange zu halten.
Wollte man aber ganz strenge Maßstäbe bei der Ehrlichkeit der Politiker anlegen, ich wüßte nicht, wer uns da noch regieren könnte.

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Geschrieben von  Julia am 26.02.2011 

@ obu

Вам было прекрасный отпуск и много снега?-------
У Вас был прекрасный отпуск и (было) много снега?

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Geschrieben von  obu am 26.02.2011 

Спасибо Юлия! Я ожидал с нетерпением Вашу правку. Я хотел попробовать безличную форму (безличное выражение?)!

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Geschrieben von  hm am 26.02.2011 

Paß auf, der nimmt dich auf den Arm!

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Geschrieben von  obu am 26.02.2011 

@hm
Sie meinen ver-schaukeln. :)
Othmar
Nein, gar nicht. Ich habe doch diesselben Schwierigkeiten, nur soll man auch über die eigenen Fehler lachen können.

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Geschrieben von  hm am 26.02.2011 

Ja, ver-schaukeln paßt gut zum Thema!:-)
Gut zu wissen, daß auch Andere nicht alles aus dem Ärmel schütteln (paßt auch gut dazu). Nur hatte ich Angst, daß Julia mich für völlig verblödet hält!!

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Geschrieben von  Julia am 26.02.2011 

@ obu

безличную форму ist gut, безличное выражение ist auch nicht falsch. Da passt es aber nicht, bei Ihrem Satz, Sie haetten dafuer z.B. noch so schreiben koennen:
Вам хорошо отдыхалось в отпуске? Dann waere es eben unpersoenlich :)

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Geschrieben von  hm am 01.03.2011 

So, "Gutti" ist weg. Da brauchte man aber auch kein Hellseher zu sein. Damit hat die Kanzlerin ihren Kopf wahrscheinlich nochmal aus der Schlinge gezogen. Unbeschadet übersteht sie das aber auch nicht. Eigentlich war ein unglaubwürdiger Armmeeminister eine ideale Besetzung. Man stelle sich vor, er ruft den 3. Weltkrieg aus, aber keiner geht hin....
Einen besseren Garant für den Frieden gibt es nicht.
Gruß,
hm

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Geschrieben von  Inge Hummel am 01.03.2011 

Ich glaube wieder fast an das Gute in unserem Volk. Haben Sie seine Rücktrittsrede gehört? Er hat die in Afghanistan gefallenen Soldaten und die Umwandlung der Bundeswehr in eine Freiwilligenarmee für meine Begriffe für diese Rede mißbraucht und man hat nicht den Eindruck, dass er die Schuld für den Rücktritt sich selbst anlastet.

Gruß,
Inge Hummel

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Geschrieben von  hm am 01.03.2011 

Ich habe zumindest die Hautsache gehört, weiß nicht, ob das alles war. Für mich genau so schwach wie seine vorherigen Beteuerungen und Verteidigungsreden. Die Angela wird ihm schon gesagt haben, was er jetzt zu machen hat.

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Geschrieben von  hm am 01.03.2011 

Die Hauptsache natürlich. Übrigens brauchst Du mich nicht siezen!!

Grüßchen,
hm

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Geschrieben von  Inge Hummel am 02.03.2011 

@ hm,
wolltest Du mich mit Deinem Fehler auf ganz feine rücksichtsvolle Weise über meine unsäglichen Flüchtigkeitsfehler - neben den ernstzunehmenden - hinwegtrösten? Danke, das ermutigt mich, auch weiterhin hin und wieder etwas in der russischen Sprache zu formulieren.

Tschüß
Inge Hummel

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Geschrieben von  hm am 02.03.2011 

@ Inge
Na, so rücksichtsvoll bin ich nun auch wieder nicht.
Flüchtigkeits- oder Tippfehler sind mir eigentlich egal. Andere Korrekturen sollen nur hilfreich sein, weiter nichts. Aber eine Haut-sache ist doch etwas anderes als die Hauptsache, da war ich schon etwas erschrocken beim Nachlesen. Allerdings muß ich sehr oft Buchstaben nachtippen, weil meine Funktastatur manchmal bockig ist. Oft wechsele ich sogar zur USB- Tasatur, da sind auch einige russische Tastaturaufkleber drauf, brauche sie aber eigentlich nicht mehr.
Vielleicht noch zu Karl-Theodor! Du glaubst zwar zu Recht an das Gute im Volk, hier war es nur ein Teil des Volkes, allen voran die jetzigen und künftigen Wissenschaftler. Und das aus gutem Grund. Karli, allerdings, empfindet sich immer noch als Opfer. Ja, Politiker sein ist nicht immer leicht. Da wir doch auf einer russischen Seite sind: Gorbatschow war für uns ein Segen, für die Ru wohl weniger!
Gruß,
hm

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Geschrieben von  Franz am 02.03.2011 

Vielleicht weißt der Gutti ein bißchen, was andere verbockt haben, und mit diesem Hintergrundwissen erscheint seine Einschätzung der Vorgänge womöglich nicht mehr so verkehrt?

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