Betreff:: Вильдшжвейн

Gefragt von hm am 24.02.2010 17:28

Die Internet-Zeitung "Russland-Aktuell" ist auch ganz interessant: "Tragischer Jagdunfall im Gebiet Perm. Der stellvertretende Generaldirektor der Gazprom-Tochter "Gazprom Nadym" Konstantin Pawlow ist auf der Jagd von einem Kollegen erschossen worden. Der hielt Pawlow für ein Wildschwein."

Das läßt ja tief blicken.....(vielleicht auch in's Glas?)

hm

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Geschrieben von  _ am 24.02.2010 

Ach, kommt in den besten Kreisen vor. So oder so ähnlich. Ein berühmtes Beispiel:

Heinrich von Kleist
Sonderbarer Rechtsfall in England

Man weiß, daß in England jeder Beklagte zwölf Geschworne von seinem Stande zu Richtern hat, deren Ausspruch einstimmig sein muß, und die, damit die Entscheidung sich nicht zu sehr in die Länge verziehe, ohne Essen und Trinken so lange eingeschlossen bleiben, bis sie eines Sinnes sind. Zwei Gentlemen, die einige Meilen von London lebten, hatten in Gegenwart von Zeugen einen sehr lebhaften Streit miteinander; der eine drohte dem andern, und setzte hinzu, daß ehe vier und zwanzig Stunden vergingen, ihn sein Betragen reuen solle. Gegen Abend wurde dieser Edelmann erschossen gefunden; der Verdacht fiel natürlich auf den, der die Drohungen gegen ihn ausgestoßen hatte. Man brachte ihn zu gefänglicher Haft, das Gericht wurde gehalten, es fanden sich noch mehrere Beweise, und 11 Beisitzer verdammten ihn zum Tode; allein der zwölfte bestand hartnäckig darauf, nicht einzuwilligen, weil er ihn für unschuldig hielte.

Seine Kollegen baten ihn, Gründe anzuführen, warum er dies glaubte; allein er ließ sich nicht darauf ein, und beharrte bei seiner Meinung. Es war schon spät in der Nacht, und der Hunger plagte die Richter heftig; einer stand endlich auf, und meinte, daß es besser sei, einen Schuldigen loszusprechen, als 11 Unschuldige verhungern zu lassen; man fertigte also die Begnadigung aus, führte aber auch zugleich die Umstände an, die das Gericht dazu gezwungen hätten. Das ganze Publikum war wider den einzigen Starrkopf; die Sache kam sogar vor den König, der ihn zu sprechen verlangte; der Edelmann erschien, und nachdem er sich vom Könige das Wort geben lassen, daß seine Aufrichtigkeit nicht von nachteiligen Folgen für ihn sein sollte, so erzählte er dem Monarchen, daß, als er im Dunkeln von der Jagd gekommen, und sein Gewehr losgeschossen, es unglücklicher Weise diesen Edelmann, der hinter einem Busche gestanden, getötet habe. Da ich, fuhr er fort, weder Zeugen meiner Tat, noch meiner Unschuld hatte, so beschloß ich, Stillschweigen zu beobachten; aber als ich hörte, daß man einen Unschuldigen anklagte, so wandte ich alles an, um einer von den Geschwornen zu werden; fest entschlossen, eher zu verhungern, als den Beklagten umkommen zu lassen. Der König hielt sein Wort, und der Edelmann bekam seine Begnadigung.

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Geschrieben von  hm am 25.02.2010 

Da hast Du wohl recht.
Eigentlich ist die Nachricht ja eine traurige Geschichte, aber beim letzten Satz konnte ich mir ein Lachen einfach nicht verkneifen. Bei der Jagd ist auch noch ein Elch erlegt worden, der in dieser Zeit hätte gar nicht geschossen werden dürfen. Aber wahrscheinlich hat der Schütze geglaubt, es wäre der Generaldirektor persönlich und wollte die Gunst der Stunde nutzen! :-))!

hm
PS: Als Treiber möchte ich bei dieser Jagdgesellschaft nicht fungieren!!!!

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Geschrieben von  _ am 25.02.2010 

Лось капитальный ;)

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Geschrieben von  hm am 25.02.2010 

Im wahrsten Sinne des Wortes!

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