Betreff:: Hilfe

Gefragt von Kiwi am 12.08.2009 12:31

Hallo zusammen. Ich habe ein paar Fragen zu den russsichen Traditionen bei Trauerfeiern/Beerdigungen. Ein lieber Mensch ist von mir gegangen, er war Russe und ich möchte nichts falsch machen. Weiß nur noch, dass die Spiegel in der Wohnung für eine gewisse Zeit abgehängt werden...!?
Danke im Vorraus

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Geschrieben von  Hartmut am 12.08.2009 

Bei einer russischen Beerdigung steht der Sarg offen und man gibt dem/der Verstorbenen einen Abschiedskuss auf die Stirn oder auf die Hand.

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Geschrieben von  Tatjana am 12.08.2009 

- die Blumen zu Beerdigung werden nur in gerade Zahl gebracht. Sie werden bei dem Begräbnis entweder auf den Sarg ins Grube geschmissen, wenn man an der Reihe ist ein Handvoll Erde (bei manchen ein voller Spachtel Erde ins Grab zu streuen), oder einfach am Grab gelegt.
- man hält so zu sagen eine Totenwache an Sarg - das machen norm.weise die Verwandten, es ist erlaubt laut zu weinen oder zu klagen (machen aber auch norm.weise die nähere Angehörige)
- nach der Beerdigung macht man (üblicherweise die Verwandten) einen Andachtsfeier, wo man ganz normales Zwei-, Dreigangsessen vorbereitet. Vor dem Essen aber wird ein typisches Andachtsgericht angeboten - gekochter Reis mit Rosinen. Wichtig, dass jeder Gast davon was probiert (n´ Löffel reicht).
- bei dem Essen werden kein scharfes Besteck benutzt, sprich Messer oder Gabel. Man muss schon alles mit dem Löffel schaffen. Für die Ruhe der Seele trinkt man, natürlich Wodka aus den kleinen Gläschen (sie nennt man Stopka), aber dann schon in einem gang und bis zu letzten tropf (na ja, auch nach Möglichkeiten). Wichtig! man stoßt dabei nicht zusammen!
- für den Verstorbenen halten entweder einen platz frei (nicht unbedient), sonst stellen an der Tisch ein kleines Gläschen Wodka mit einem Stückchen Brot drauf - als Zeichen, dass der Seele des Verstorbenen noch bei der Runde ist und speist auch mit trauenden zusammen.
-Mehr oder weniger gleiche Andachtsfeier werden auch am 9 und 40-ten Tag geführt. An den Tagen, aber auch später, mal nach dem Friedhofbesuch oder am Elterntag (in DE - Aschermittw.)verteilen die Angehörigen des Verstorbenen zum Andenken die Süßigkeiten an den Kindern

... ehm, erst mal alles.. wenn mir noch was einfällt...

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Geschrieben von  Kiwi am 19.08.2009 

Vielen Dank Tatjana, das hat mir sehr geholfen...

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