Betreff:: Wie ist das Ansehen von Gorbatschow in Russland?

Gefragt von thomas am 10.02.2007 01:11

Mich würde interessieren wie Gorbatschow von Russen gesehen wird und was ihr meint, warum er 1996 keine Chance bei den Präsidentenwahlen hatte?

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  dmh am 10.02.2007 

Hätten die Deutschen jemanden zum Kanzler gewählt, der Deutschland dazu gebracht, dass das auseinanderfallen ist? Wie würden die Deutschen jenen ansehen bei wem das totale Defizit und die leere Geschefte entstanden haben?
Außerdem, gilt Gorbatschow in Russland nur als oberflächlicher Schwätzer.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  Harald am 10.02.2007 

Nur Jelzin dürfte ein noch schlechteres Image haben. Ist mir immer unverständlich, warum Jelzin bei uns so angesehen war. Gorbatschow war immerhin ein Träumer, dessen Pläne aber so nicht realisierbar waren und deshalb nur scheitern konnten. Jelzin ließ dann zu, dass der Karren, der im Morast steckte, auch noch ausgeplündert wurde.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  colt am 10.02.2007 

Gorbi wollte wieder mal ein gerechtes sozialistisches System einführen. Doch der hatte kein gutes Konzept. bla, bla, bla. Er konnte nur gut reden.
Im Westen geliebt, im Lande kritisiert. Das Volk musste im Supermarkt sich in die Schlange rein stellen. Alles wurde plötzlich knapp...
Das war der Anfang vom Chaos.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  thomas am 10.02.2007 

@dmh
>>Hätten die Deutschen jemanden zum Kanzler gewählt, der Deutschland dazu gebracht, dass das auseinanderfallen ist?>Nur Jelzin dürfte ein noch schlechteres Image haben.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  thomas am 10.02.2007 

@dmh
>>Hätten die Deutschen jemanden zum Kanzler gewählt, der Deutschland dazu gebracht, dass das auseinanderfallen ist?

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  thomas am 10.02.2007 

... allso irgend mag die Länge des Kommentars nicht so wie ich mag :o)... Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich den ganzen Text abschicken kann und nicht nur den esten Teil?

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  thomas am 10.02.2007 

@dmh "Hätten die Deutschen jemanden zum Kanzler gewählt, der Deutschland dazu gebracht, dass das auseinanderfallen ist?"
Wohl kaum! - Aber hat sich der Zerfall der Sowjetunion nicht auf Grund der Öffnungen im Inneren des Landes ergeben, die Gorbatschow durchgeführt hat. War diese Lockerung deiner Meinung nach sein Fehler?

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  thomas am 10.02.2007 

@ Harald "Nur Jelzin dürfte ein noch schlechteres Image haben."
Das Gorbatschow in Russland unbeliebter ist als Putin verstene ich ja inzwischen aber Ternenko, Antropow, Breschnew... alle vor ihm in der Hitliste?

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  thomas am 10.02.2007 

@colt
Danke für deine Meinung, finde ich einleuchtend.
Aber wie währe wohl dieses gerechte sozialistische System...? - Leichter ein völlig neues auf zu bauen als ein altes zu erneuern.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  Lu am 11.02.2007 

Gorbi war, vielleicht auch ist, ein Träumer. Und nicht besonders überzeugend und klug. Trotzdem, ohne ihn wären vielleicht die anderen nicht da, die dem Land ein bisschen Hoffnung gegeben haben.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  thomas am 11.02.2007 

@Lu
Wenn jemand seine Macht freiwillig zur Wahl stellt, wie Gorbi es tat, muss er wohl ein Träumer sein (!?)

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  Leo am 11.02.2007 

Ja, er hat seine Macht zur Wahl gestellt, aber was war das fürs Volk? Ja das Land hat sich verändert, aber ich kann mich noch an die Zeit während der Perestroika erinnern, wenn wir nicht einmal das einfachste lebensmittel kaufen könnten.

Alles was die Leute hatten, haben die verloren. Weil an einem tag hattest du noch 10000 Rubel, was in achtigern eine enorme summe war, und dann in paar tagen, es war schon nichts.

Dann war die Zeit, wenn du für alles einen "Talon" oder "Kartochka" haben solltest, damit du Lebensmittel u.a.m. kaufen könntest. Ich glaube nicht, dass das Volk das wollte.

Meiner meinung nach, man soll ja vorsichtiger (langsamer) mit Veränderungen solcher sozialistischer Länder sein, ansonsten ist es dem Volk nicht gut.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  colt am 12.02.2007 

Er wollte zurück zu Lenin.
Doch die angesammelten Probleme des Landes konnte nur der Kapitalismus lösen.
Seine grobe Richtung "Perestroika i Glasnost" war eine Utopie.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  virael am 12.02.2007 

Ich bin ein Fan von Gorbatschov. Ich finde er war ein guter Politiker, der sich auf dem internationalen Parkette´zu bewegen wusste, was man über die meisten anderen nicht sagen kann. Er war ein Visionär. ein Freigeist. Das russische Volk ist so was nicht gewöhnt. Ich finde, dass die Zustände die jetzt im Land sind, auch nicht viel besser sind. Besonders mitte-ende der 90er ging es vielen sehr schlecht.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  Wowa am 12.02.2007 

Ich hätte für "Gorbi" gestimmt. Und was die Lebensmittelkupons angeht, so hat er seine Perestroika und Glastnost zur "falschen" Zeit auf die Agenda gesetzt.., als die Preise für Erdöl und Gas ziemlich "günstig" waren... Hätte damals Putin geherrscht, wäre es ihm nicht anders ergangen.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  Lu am 12.02.2007 

@virael am 12.02.2007
"ein Visionär. ein Freigeist"
- Wuenschtest Du diesen Visionär und Freigeist nur für Russland oder wärest Du damit einverstanden, wenn Ihr in Deutschland einen solchen Politiker als Kanzler hätten?
Zuerst Ökonomie, dann Politik. Und er hat Prioritäten verwechselt.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  thomas am 12.02.2007 

@colt
"Doch die angesammelten Probleme des Landes konnte nur der Kapitalismus lösen."

Hat der Kapitalismus die Probleme wirklich gelöst oder nur verschoben. - Zugegeben, ich möchte mich natürlich auch nicht mit Lebensmittelkarten in Schlangen anstellen müssen. Aber sind die Probleme wirklich gelöst, wenn die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander geht, und die Mieten so stark steigen?

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  colt am 12.02.2007 

Ihr Deutschen und eure Kapitalismuskritik.
Gab es damals keine Armen und Reichen? Auf dem Papier nicht. Doch die Kommunisten hatten vieles, das Volk gar nichts.
Gibt es denn jetzt keine größere Mittelschicht mehr in Russland? Was versucht ihr Deutschen wieder uns vorzuwerfen? Euch kann doch nichts zufriedenstellen.
Die Mieten sind gestiegen...
Die Löhne sind auch gestiegen.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  virael am 12.02.2007 

@colt
"Gibt es denn jetzt keine größere Mittelschicht mehr in Russland?"
NEIN!

@Lu
Besser als Jelzin, der das ganze Land verkauft hat. Bei ihm kam an erster Stelle die Wirtschaft, besonders seine private Hauswirtschaft! Dank seiner Propaganda ist ja das Ansehen von Gorbi so schlecht in Russland.
Und ob ich Gorbi bei den Wahlen wählen würde, das hängt davon ab, ob seine Politik und sein Programm dem jeweiligen Land zum gegebenen Zeitpunkt gut tun würde. Ich bin nicht so ein Mensch, der einen Personenkult betreibt oder mit der Herde geht, solche allgemeine radikale Aussagen würde ich nie machen.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  colt am 12.02.2007 

Der Gorbi ist eine tragische Figur. Er war kein hervorragender Staatsmann und die Situation, in der sich das Land befand, war sehr schwierig. Er hat das schlimmste verhindert, dafür sollte man ihm dankbar sein. Die meiste Russlandkritik der Neuzeit betrifft eigentlich den Versager Jelzin.

virael, du vergisst wieder, dass das ganze Volk nichts vom Kommunismus gehabt hatte. Die Revoluzzer und Weltverbesserer von 1917 hatten etwas eingeführt, was nur auf einer Diktatur basiert war und halten konnte. Trauerst du um die schöne, alte Zeit? Die Mittelschicht, die damals gab' war eine Manipulation.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  virael am 12.02.2007 

@colt
"virael, du vergisst wieder, dass das ganze Volk nichts vom Kommunismus gehabt hatte. Die Revoluzzer und Weltverbesserer von 1917 hatten etwas eingeführt, was nur auf einer Diktatur basiert war und halten konnte. Trauerst du um die schöne, alte Zeit? Die Mittelschicht, die damals gab' war eine Manipulation."
Wie du von meinem "NEIN" auf solche Rückschlüsse gekommen bist, weiß ich nicht. Ich bin in einem antikommunistischen Haushalt aufgewachsen! Ob es eine Mittelschicht damals gab oder nicht, war nie eine Frage für mich, es waren doch alle gleich (hahaha). Jetzt gibt es keine Mittelschicht. Meine Behauptung: es gab noch nie eine Mittelschicht, so wie die westeuropäischen Länder kennen, in Russland.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  Wowa am 13.02.2007 

Leute, worüber streitet ihr euch? es gab und es wird keine Mittelschicht in Russland geben. zumindest in absehbarer zeit nicht. klar, die löhne sind gestiegen.., aber versucht mal euch so eine situation vorzustellen: ein lehrer aus der provinz kommt nach moskau, weil er dort eine anstellung bekommen hat. meint ihr, er wird sich eine wohnung in moskau leisten können? bei moskau vielleicht... aber nur vielleicht. russland ist ein seltsames land... und was den "Gorbi" angeht, klar, dass er ein Visionär war. wenn ihm aber Jelzin nicht dazwischen gekommen wäre, wäre vielleicht auch die UdSSR erhalten geblieben. "dank" Jelzin haben die anderen (zu deutsch: ministerpräsidenten) gerochen, was es heißt, alleinherrscher zu sein... mit allen sich daraus ergebenden konsequenzen.
und Putin.., das ist einfach 'ne beleidigte wurst mit beschränkter kgb-intelligenz... habt ihr euch seine rede bei der münchner sicherheitskonferenz angehört? die rede fand ich ok, obwohl sie ziemlich kontrovers war. ich stehe ihm nur ihn dem punkt bei, dass es reicht, russland als etwas höriges und unentwickeltes wahrzunehmen. die an ihn gestellten fragen, die wirklich kritischer natur waren, hat er aber etweder gar nicht beantwortet oder einfach umgangen.... wenn jemand auf die frage, dass der tod von politkowskaja als symbol für das heutige autoritäre russland steht, mit einer gegenfarge antwortet, dass es im irak mehr Journalisten gestorben sind... wie ist denn so etwas aufzufassen? was hat denn irak mit russland gemeisam? ist so eine antwort nicht krank und beschränkt?
noch einmal zur russichen "mittelschicht": ok, sie kann heute nach ägypten reisen.... warum? weil sie mit jemand anders ihre wohnung teilt... möchte das jemand bestreiten?

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  virael am 13.02.2007 

@Wowa
BRAWO!

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  colt am 13.02.2007 

Zu Jelzinzeit sind mehr Journalisten umgekommen.
Politkowskaja hat für die CIA gearbeitet und wurde von den Tschetschenen ermordet.
Im Vergleich zu den faschistoiden deutschen Massenmedien gibt es in Russland freie Presse.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  Lu am 13.02.2007 

Mit der Kritik bin ich einverstanden. Was ich noch hinzufügen will: Gorbatschow beherrscht die russische Sprache nicht so gut, er kann fast keinen Satz bis zum logischen Ende und mit der richtigen Betonung aussprechen. Ihm verdanken wir eine seltsame Beamtensprache mit falschen Betonungen.
(Ich verstehe, dass es kein Verbrechen ist, aber trotzdem...).

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  Leo am 13.02.2007 

ich glaube aber, dass wenn n Politiker die Wörter falsch betont, ein grosses Verbrechen ist. Was war, nachdem Gorbatschow, die Wörter so ausgesprochen hat wir er gewohnt war. N halbes Land, hat angefangen genauso zu reden. Die Leute sehen Ihm im Vernsehen, und dann denken....aha, er ist Präsident, so müssen wir auch sprechen.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  natalie am 13.02.2007 

Ich behersche die deutsche Sprache nicht so gut.
Gorbatschow hat die bedingungen geschaffen,die den Zerfall der Soviet Union möglich machte. Dadurch erschienen viele tragische Situationen in der russischen Familien, die außerhalb des Russlands lebten: in Lettland, Estonia, Litauen. Die Familien müssten nach Russland übersiedeln, aber das ganze habe ist in republiken geblieben. Gorbatschow hat daran Schuld. Er hat nichts gemacht für diese Leute: keine Entschädigung für verlorene Wohnungen und Häuser, keine Strategie für Übersiedlung. Bis jetzt viele leuten haben keinen richtigen Pass in diesen republiken, können nicht gekaufte Wohnungen weiter vererben. EU macht auch nichts dagegen, stillschwaigend lässt diese situation zu.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  virael am 14.02.2007 

@natalie
Die baltischen Staaten mußten ihre Einbürgerungsgesetze reformieren, das war eine der Voraussetzungen für den EU-Beitritt. Ich komme aus Lettland, und 1995 waren wir bei unserer Ausreise staatenlos. Um ausreisen zu können (wegen Reisepass), waren wir gezwungen russische Staatsangehörigkeit anzunehmen. Nach der Verkündung der lettischen Freiheit haben nur die Personen automatisch die Staatsangehörigkeit erhalten, die vor 1940 in Lettland gelebt haben, bzw. deren Nachfahren. Jetzt sieht es jedoch so aus, dass viele Russen dort keine lettische Staatsangehörigkeit wollen, obwohl die Möglichkeit sie zu beantragen besteht. Natürlich muß man ein Test der Staatssprache ablegen, und das ist logischerweiße Lettisch; viele wollen sie nicht lernen.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  Wowa am 14.02.2007 

Colt!

1. "Zu Jelzinzeit sind mehr Journalisten umgekommen". - typische, menschen verachtende haltung der russischen regierung. warum kann man nicht einfach sagen, dass es ein tragisches/tragische ereignis/e war/en und alles mögliche getan wird, um den mord/die morde aufzuklären? man muss auch nicht unbedingt seine tiefe betroffenheit zeigen, ein bisschen respekt vor einem menschenleben wäre jedoch angebracht. und als symbol für diese menschen verachtende einstellung der russischen regierung steht das beispiel Politkowskaja. soweit ich mich erinnern kann, wurde Putin 2-mal auf Politkowskaja angesprochen. er hat ungefähr so geantwortet: 1) Politkowskaja war in Russland keine wichtige/namhafte persönlichkeit. sie hat für eine kleine zeitung geschrieben; 2) wo sind die meisten journalisten gestorben? - im Irak. solange der russische staat nicht lernt, einen menschen zu respektieren und ihn mit würde zu behandeln, ist es lächerlich, von irgendwelchen demokratischen verhältnissen in russland zu sprechen. wenn die zentralregierung selbst die leitlinie vorgibt, dass nur der staat zählt, dann werden weiterhin nicht nur die menschenrechte mit füßen getreten, sondern der mensch selbst - im wahren sinne. ich glaube, ich muss dir nicht erklären, wie die russische polizei vorgeht.
2. "Politkowskaja ... wurde von den Tschetschenen ermordet". - damit hast du höchstwahrscheinlich recht. sie hat vor ihrem tod über das melieu und die machenschaften von Kadyrow recherchiert. und obwohl das allen klar ist, wird die russische staatsanwaltschaft nichts in der richtung unternehmen, weil sie dann auch gegen Kadyrow ermitteln müsste. Er herrscht in Tschetschenien mit eiserner hand, und russland möchte doch so sehr der ganzen welt zeigen, dass sich die lage dort stabilisiert hat und die verwaltung der republik in der hand des "tschetschenischen volkes" liegt.
3. "Im Vergleich zu den faschistoiden deutschen Massenmedien...". - faschistoid? jeder kann seine eigene meinung äußern, aber etwas zu behaupten, ohne argumente zu liefern, hat wenig sinn und zeigt kaum wirkung.
4. "... gibt es in Russland freie Presse". - Habe mir nach der rede Putins auf der Münchner sicherheitskonferenz zwar keine russische zeitung gekauft, dafür habe ich aber viele meldungen der russischen online-nachrichten-agenturen gelesen - keine einzige kritische zeile über Putin, seinen bericht oder russland. es wurde nur der westen beschuldigt.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  colt am 14.02.2007 

Politkowskaja kannte keiner oder kannte ihre Abneidung gegen alles russische,willst du was anderes behaupten?
Warum sollte man ihn kritisieren? Er hat nur das gesagt, was ohnehin alle wissen und was von den westlichen Massenmedien herruntergespielt wird.
"Jeder kann sagen was er will"
Jeder kann alles sagen, was der USA zugute kommt. Die Massenmedien wurden schon längst von US-Magnaten aufgekauft, sowie in Russland sie von Olygarchen gekauft wurden.
Ja, im Westen wird Russland ständig kritisiert. Russland der Jelzinzeit, kommunistisches Russland und modernes Russland. Man kann dem nicht gerecht werden.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  Wowa am 14.02.2007 

Colt!
Es geht mir doch nicht darum, ob sie jemand in Russland gekannt hat. Mir ist die Einstellung wichtig. Und wenn der höchste Politiker des Landes sagt, dass sie weder bekannt noch wichtig auf der russischen Journalistenbühne gewesen sei, dass der Mörder hart bestraft werden muss, nur weil er "доверие к системе власти подрывает", und dabei kein einziges Wort des Bedauerns über die Ermordung eines/dieses Menschen verliert, finde ich am schlimmsten. Das sagt viel über eine Regierung aus.
Man darf keine Menschen verurteilen, nur weil sie dem Staat gegenüber sehr kritisch eingestellt sind. Wenn du mir einen einzigen Artikel von ihr findest, in dem sie schlecht über das russische Volk geschrieben hat, werde ich deiner Aussage, sie sei gegen alles Russische abgeneigt gewesen, beipflichten.
Ты думаешь, что я критически отношусь к России лишь потому, что мне США нравятся? Я вырос и жил 23 года в бывшем СССР. Я "пропитан" духом СССР и очень сожалею, что он распался, поэтому я никогда не имел и не буду иметь по отношению к США теплых чувств. Aber es gibt auch so etwas wie Menschenverstand...
Ich weiß nicht, welche deutschen Medien du meinst, wenn du sagst, dass die von den Amis aufgekauft wurden. Ich vertraue auf die "Süddeutsche Zeitung". Die Berichte da sind gründlich und gewissenhaft recherchiert und nicht voreingenommen. Und soweit ich Bescheid weiß, gehört diese Zeitung den Amis nicht. Ferner lese ich auch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und "Die Welt". Zugegeben, die FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)schreibt sehr kritische Artikel über Russland. Sie hat aber noch nie - und ich lese sie schon seit 4 jahren - etwas Negatives über einen einfachen Russen geschrieben. "Die Welt" schwankt etwas: Manchmal kann man da auch voreingenommene Artikel finden. Was jedoch die Presse in Russland angeht, so hast du Recht, sie wurde zur Hälfte von Oligarchen, zur Hälfte von den (halb-)staatlichen Unternehmen aufgekauft. Über die (halb-)staatlichen Unternehmen brauchen wir uns gar nicht zu unterhalten. Was die Oligarchen angeht, so wissen wir, wem sie hörig sind, wenn wir uns an das kürzliche Treffen derer mit Putin erinnern: Da wurde kein einziges Widerwort verloren... Putin saß wie барин da...
Selbstverständlich kann man nicht jedem und überall gerecht werden. Чтобы слишком по этому поводу не распространяться, я приведу тебе один пример, ок? Некоторое время назад некоторые из немцев, кто потерял свои владения на территории Польшы после второй мировой, подали в Европейский суд иск на возмещение/возвращение имущества. Ты разве не читал, что польское правительство в сторону немецкого высказало? и это, хотя они прекрасно знали, что правительство Германии никак не могла предотвратить иски частных лиц! Правительство Германии отреагировало следующим образом: Wir hatten freundschaftliche Beziehungen zu/mit Polen und hoffen auf ihre Fortsetzung. Warum kann die russische Regierung in der Art und Weise nicht antworten? Warum verfällt die russische Regierung gleich in Hysterie, sobald sie nur ein kritisches Wort hört? Jetzt sag mir bitte nicht, dass das nur deswegen so ist, weil Russland zu viel Kritik einstecken musste.
Und was Putins Rede angeht, klar, dass er da nichts Neues gesagt hat. Ich habe mir seine Rede und die von Angela Merkel selbst angehört, und, wie bereits, von mir gesagt, stehe ich ihm nur in einem Punkt bei: Es reicht langsam, dass man Russland als etwas Unterentwickeltes betrachtet. Der Rest der Rede war einfach mit der Rhetorik des Kalten Krieges übersät.

Dass hier gesagt wurde, Gorbatschjow sei ein Visionär und Jelzin ein Versager, bin ich einverstanden. Für Putin der letzten Zeit habe ich auch eine kurze Beschreibung..: Paranoiker.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  colt am 14.02.2007 

Du hast alles geschluckt, was die Kommunisten von sich gaben. Jetzt glaubst du alles, was der Westen von sich gibt. Bleib' doch bei deinem Gorbi!

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  thomas am 20.02.2007 

@ Colt
"Ihr Deutschen und eure Kapitalismuskritik."
Bin zwar kein Deutscher sondern Österreicher (nur um das zu klären) und mir ist völlig unklar wozu deine Pauschalisierung gut sein soll.
Du kannst von mir sicher auch eine Kommunismuskritik hören, aber das war wohl nicht das Thema.
Deine Sätze von weiter oben: "Gorbi wollte wieder mal ein gerechtes sozialistisches System einführen. Doch der hatte kein gutes Konzept." habe ich interessant gefunden und mich gefragt, was wohl ein richtiges Konzept gewesen hätte sein können.
"Was versucht ihr Deutschen wieder uns vorzuwerfen? Euch kann doch nichts zufriedenstellen."
Ich versuche dir im speziellen und den Russen im allgemeinen überhaupt nichts vorzuwerfen, ganz im Gegenteil. Mir geht es ums Verstehen von russischen Positionen und deren eventueller Widerspruch zu westlichen ohne, dass ich die eine oder andere Seite als richtig oder falsch qualifizieren möchte. Das war der Grund warum ich dieses Thema eröffnet habe.
Würde mich freuen wenn wir ohne Polarisierung diese Diskussion weiterführen könnten.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  colt am 24.02.2007 

Russland wird sein Sonderweg gehen und nicht alle eure westliche "Werte" übernehmen. Das Klonen von gleichgeschalteten Menschen ist also zum Scheitern verurteilt.
Zu Gorbi. Gorbi wollte einen sozialistischen Neuanfang versuchen und ist in Russland gescheitert. Im Westen lebte sein Mythos "Perestroika und weiter" weiter. Mehr gibt's dazu nicht zu sagen. Gibt es noch Fragen?

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  San am 24.02.2007 

Ja, habe ich.
Hast du jemals vor, irgendetwas von deinen Aussagen auch mit Argumenten zu belegen? Deine Gesprächsparter machen das nämlich. Oder ist das deine persönliche Art sich von gleichgeschalteten Menschen abzusetzen?

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  natalie am 27.02.2007 

San
Die Argumente sind: Geld und Macht. Wer diese Argumente hat, der hat auch das Recht.
Demokratie ist zusammen mit dem alten Rom gestorben.
Jetzige Russland ist in Europa kritisiert worden.Das stimmt.Aber wenn Russland eine andere Politik betreibt,z.b. weniger friedliche, z.b. die selbe, wie Amerika, es wird auch keine Russland-Kritiker in europa mehr geben.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  me am 28.02.2007 

Natalie,

1. "Die Argumente sind: Geld und Macht. Wer diese Argumente hat, der hat auch das Recht."
Hierbei stimme ich dir zu.
2. "Demokratie ist zusammen mit dem alten Rom gestorben."
Du meinst bestimmt, dass mit dem Niedergang Roms die römische Demokratie gestorben ist, oder?
3. "Jetzige Russland ist in Europa kritisiert worden.Das stimmt.Aber wenn Russland eine andere Politik betreibt,z.b. weniger friedliche, z.b. die selbe, wie Amerika, es wird auch keine Russland-Kritiker in europa mehr geben."
Was willst du damit sagen? Dass die USA in Europa nicht kritisiert werden?
Einige Beispiele aus der deutschen Presse vom 27. 02. 07:
1. Süddeutsche Zeitung: "Gefährliche Dynamik im Atomkonflikt. Washington droht Iran mit der Militäroption und könnte dabei schnell die Kontrolle verlieren." Meinst du, dass in dem Artikel nur Gutes über Amerika berichtet wird, wenn du den Untertitel liest?
2. Frankfurter Allgemeine: "Ein Geflecht von Vorschriften. Dass die Vereinigten Staaten weniger Gesetze haben, ist ein alter Mythos." Zitat aus dem Artikel: "... Das amerikanische Gerichtssystem sei primitiv und amateurhaft..."

Du kannst natürlich sagen: Aliena vitia in oculis habemus, a tergo nostra sunt. (Fremde Laster haben wir vor Augen, die unseren im Rücken. Чужие пороки у нас на глазах, а свои за спиной.). Um dir zu zeigen, dass Deutschland auch mit sich selbst kritisch umgeht und nicht nur mit den anderen, führe ich am besten ein paar Beispiele an, und zwar ein paar Artikelauszüge über Angela Merkel:

1. Reportagesendung "Fakt": Vor genau drei Jahren hielt Angela Merkel ihre richtungweisende Rede "Quo vadis Deutschland?". Von den dort formulierten Thesen ist nicht viel übrig geblieben.
http://www.mdr.de/fakt/3548847.html
2. Zeitschrift "Spiegel: Kanzlerin Angela Merkel ... hat dieses Amt unbedingt gewollt, nun freut sie sich jeden Tag, dass sie es hat. Aber um es behalten zu können, hat sie ihre Reformideen geopfert.
http://service.spiegel.de/digas/servlet/dossieransicht/S7006854
3. Zeitung "Die Zeit": Bilanz ohne Glanz. Ein Jahr nach Regierungsantritt wiederholte die Kanzlerin im Bundestag ihre Glaubenssätze. Visionen suchte man in ihrer faktenreichen Aufzählung vergeblich.
http://www.zeit.de/online/2006/47/Bundestag

Es sind alles überregionale Medien, die man in ganz Deutschland problemlos kaufen kann.

Kannst du mir bitte wenigstens einen kritischen Artikel über Wladimir Putin aus einem russischen überreginalen Medium finden?

Zur "friedlichen" Politik Russlands hätte ich auch meine eigene Meinung, aber lassen wir das lieber fürs Erste.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  Lu am 01.03.2007 

Es gibt keine Argumente: Es gibt Macht, Wille, und Menschen, die daran glauben...

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  saulite am 03.03.2007 

me,
kaum kannst Du widerrufen, dass die "ideale" Demokratie nict schon seit Ewigkeit exsistiert . Die Medienmittel befinden sich in den Händen der Leute, die selbst zur Macht gehören. Es ist unmöglich zu sich selbst zu kritisch sein.
Ich bin einverstanden, dass man in der deutschen Presse mehr Kritik über die "regierende Partei" finden kann, als in der russische Presse.
Aber ich verstehe die Russen, die nach letzen 15 wilden Jahren jemenden an der Macht haben, der vernünftig spricht(im Vergleich zu machtlosem Schwätzer Gorbi und ewig betrunkenem Jelzin), macht die positive Schritte in der Wirtschaft und Politik.
Warum denn so viel Kritik an der russischen Politik und der stürmischen Beifall für die "Demokratie" in Georgien, Baltikum und in der Ukraine. Was für Heuchelei?!

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  colt am 03.03.2007 

Auch die DDR sprach mal über die Demokratie. Das steckt mal in diesem Begriff schon drin. Aber das haben schon viele vergessen. Die Gehirnwäsche hat ja nicht so ganz funktioniert.
Und die Putinkritiker gibt es wohl: ein paar Neokommunisten, die Oligarchie nach einem kapitalistischen Muster kritisieren, die Rentner im halbkaputten Sozialsystem, und die CIA/BND-bezahlten "Journalisten".
Man fragt sich nur, ob die Westeuropäer wirklich amerikanische Atomraketen in Osteuropa zum Schutz vor Iran oder Nordkorea brauchen.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  natalie am 03.03.2007 

me
Ja, ich möchte sagen, dass man darf die USA in Europa nicht kritisieren.Die USA wurde nicht kritisiert für das Borbardement der Jugoslavien, sondern damals President einen Preis dafür erhalten.Das war in AAchen.
USA wurden nicht, sind nicht und werden nicht seitens Eurounion für den Krieg im Iraq kritisiert.
Abwarten.
Vielleicht können wir noch sehen dass von der Eurounion die USA noch irgendwelchen Preis für den Krieg in Iraq erhalten werden.
Vielleich auch Israel bekommt einen Preis dafür dass Lebanon in Ruinen liegt.
Alles geht nach dem Prinzip: wir werden sich so viel um das Frieden auf dem Planet bemühen, dass keinen Stein mehr bleibt unberührt.Das ist eine russische Sprichwort.
Es gibt viel mehr Freiheit und Demokratie in Russland als in Deutschland, das ist mir klar.
Aber auch viel weniger Ordnung.Man kann in jeder russische Zeitung viel kritik finden im Vergleich zu der deutschen Zeitungen.z.b. im Internet www.shender.ru
Und über Gorbatschow, Elzin und Putin.
Gorbatschow konnte sehr gut sprechen. Hat aber keine Ahnung was er machen soll damals.
Putin ist der beste von allen Presidenten der Planet dank seinen persönlichen Eigenschaften:er arbeitet viel,seine Reden haben Substanz,d.h. Sinn, lügt nicht wie andere Politiker und Politikerinnen, er hält sein Wort, hat hohes Durchsetzungsvermögen, bewegt Reformen und bemüht sich um eine Ordnung in Russland wieder herzustellen.Wofür soll er kritisiert werden? Er stellt keine Radarsysteme um das Europa abzuschiessen, stellt keine PRO,er macht keine Geheimflüge über das Deutschland, klaut nicht Personen und schickt nicht in Knast mit Entfernungen über tausende Kilometer, dagegen macht alles um die Kriege zu verhindern. Das geliehenes in Europa geld gibt vorzeitig zurück.
Er bemüht sich Gasversorgung für Europa zu schaffen.Aber das mag in Deutschland nicht jeder.Irgendwer möchte Gas aus norwegen bekommen, vielleich firmen von diesen leuten denken nur über ihre profite. Wer weis?
Er macht viel für die Gesundheit des Volkes(das Geld fliesst in Milliardenhöhe ins Gesundheitswesen), er bewahrt das höhe Niveau des Schullsystems u s.w.
Aber Elzin, obwohl er nicht die ganze zeit arbeiten könnte wegen seinen Gesundheitszustandes und so gut wie nichts für Russland gemacht hat(was wir jetzt in Deutschland auch beobachten nur bla bla), sprach er viel besser als Angela Merkel.
Es ist klar, dass Gerhard Schröder sprach sehr sehr überzeugend und gut (besser kann nur Helmut Schmidt)aber er wurde von seiner Parteikollegen verraten und wollte früher gehen.
In der deutschen Presse geht kritik nur von anderen Parteien aber nicht von irgendwelchen Personen aus dem Volk.Das Volk schwaigt und beobachtet, was passiert, wenn jemand was sagt.In Russland dagegen, jeder sagt was er will.Hier Möllermann wollte was sagen.Wo ist er? und warum?
Wo ist jetzt Merz? Warum hören wir ihn nicht?Wo sind Shows mit Frau Maischberger? Zuerst wurde Show verschoben auf späterer zeit, danach ist verschwunden.Wo sind die bekanntesten leute und warum sie schwaigen wenn alles schief geht?Warum geht Steuber wenn er der beste in bayern ist? Weil es ist einfach besser für die da oben, wenn alle daneben grau sind und keine mehr talentierte Persönlichkeiten auf dem politischen Horizont bleiben.Das ist heutige Demokratie: alles zu machen um die talentierte hoch begabte Personen zu eliminieren vom politischen Horizont.Warum haben wir keine Information, was kostet dem Volk die Krankenkassen, deren Leistungskataloge sind lächerlich und welche fressen Gelder des Volkes. Und das alles noch gesetzlich geregelt: einfach so: Du (Volk) gibst unter Zwang das Geld dem Kumpel(gesetzliche Krankenkassen sind auch private organisationen), aber vielleicht dafür kannst du zum Arzt gehen, geheilt wirst du aber nicht. Das ist gar nichts vorgesehen: die Röntgenbilder sind nur für Röntgenapparat-Abschreibung bestimmt und nicht für eine Diagnose zu klären.(weil Kumpel dein geld gefressen hat -höhe löhne,große Räume u.s.w.). So ist Demokratie: das Volk sagt und Politiker machen umgekehrt.Und du bleibst sitzen, wo du bist.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  JR am 04.03.2007 

Mit den Ausführungen von @Wowa bin ich gröstenteils einverstanden. Zurecht weist er darauf hin, daß die Haltung der Regierung zum Mord von Politkowskaja typisch menschenverachtend ist. Der Mensch zählt nun mal in Russland nichts, früher wie heute. Den Zerfall der Sowjetunion Gorbatschow anzulasten ist einfach naiv. Sie war ein Imperium, und alle Imperien zerfallen - früher oder später. Das ist auch gut so, auch wenn es für die unmittelbar Betroffenen manchmal schmerzhaft ist.
P.S. Mit dem dreisten wie selbstverliebten Genossen colt macht es keinen Sinn zu diskutieren. Das haben hier schon einige gemerkt.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  me am 04.03.2007 

JR,

der Genosse Colt geht "seinen Sonderweg". Ich denke, es ist besser, ihn diesen auch gehen zu lassen.

Saulite,

ja soglasen s toboi, 4to idealnoi demokratiji net. Ejo uge i potomu ne moget bit, 4to kashdi is nas individualen. Denkst du, ich bin mit Allem in Deutschland einverstanden? Es gibt aber allgemeingültige Werte wie Menschenwürde, -rechte usw. Und als Mensch ist man nun mal in Russland meistens ein Nichts/Niemand. Man merkt das, sobald man eine russische Behörde betreten hat. Man merkt das am Auftreten der russischen Polizei und ihrem Umgang mit den Menschen usw. Ich denke nicht, dass du das bestreiten wirst.

Zu deinem Satz "Warum denn so viel Kritik an der russischen Politik und der stürmischen Beifall für die "Demokratie" in Georgien, Baltikum und in der Ukraine. Was für Heuchelei?!" versuche ich, punktuell Stellung zu nehmen:

1. Russland wird wegen der Menschenrechte kritisiert. Bin aber oben darauf kurz eingegangen.
2. Russland wird wegen der Meinungsfreiheit kritisiert. Man kann zwar Vieles frei sagen, aber nur solange das Allerheiligste in Russland - der Staat - nicht kritisiert wird. Oder meinst du, dass man sich vor Putins Amtssitz mit einem Trasparent hinstellen kann, auf dem "Putin, a ne pora li tebe swaliwat?" stehen wird?
3. Russland wird wegen der Lage der Presse kritisiert. Putin hat zwar mal gesagt, dass es viele Zeitungen und Zeitschriften in Russland gibt. Er hat jedoch "vergessen" zu erwähnen, dass es nur wenige Zeitungen gibt, die landesweit zu kaufen sind. Und in den Zeitungen, die landesweit zu kaufen sind, wird nie etwas Kritisches über ihn stehen. Vor allem auch deswegen nicht, weil die meisten überregionalen Zeitungen den (halb-)staatlichen Unternehmen gehören.
4. Russland wirft den USA Unilateralismus und Doppelmoral vor. Damit bin ich einverstanden. Aber genauso trifft dies auch auf Russland zu. Oder wie würdest du Russlands Forderungen nach mehr Dialog mit dem Iran und gleichzeitige Einführung von Sanktionen gegen Georgien einschätzen? Russland war doch immer gegen irgendwelche scharfen Sanktionen gegen den Iran, hat immer gesagt, dass es besser ist, zu verhandeln, und was macht es selbst? Ist das keine Heuchelei?
5. Ich kann diesen wysko4ku Saakaschwili nicht ausstehen. Ich bin auch der Meinung, dass er selber daran schuld ist, dass man auf ihn in Moskau nicht gut zu sprechen ist. Als ich aber gelesen habe, dass Russland während der letzten Krise mit Georgien, Listen mit Namen der georgischen Schüler erstellen ließ, konnte ich es nicht glauben... Was hatten denn die Kinder damit zu tun? Was hatten denn die einfachen Georgier vom Basar damit zu tun, die wegen dieser Krise von der russischen Polizei schikaniert wurden? Wo blieb denn die Kühnheit einer Großmacht?
6. Die baltischen Staaten sind ein Sonderfall. Ich begrüße auch nicht, dass sie alles Russische hassen, dass sie z. B. Soldatendenkmäler verlegen. Es ist aber lange noch kein Grund, dass Russland daraus einen Riesenwirbel macht. Das sind souveräne Staaten, und Russland muss sich endlich damit abfinden. Was die Rechte der russischen Minderheit angeht, so wurden sie auf Verlangen der EU verbessert. Heute kann jeder im Baltikum lebender Russe die baltische Staatangehörigkeit bekommen, aber nur wenn er die Staatssprache kann. Es ist allerdings auch so, dass viele Russen sich nicht einmal bemühen, die Sprache des Landes zu lernen, in dem Sie leben. Meinst du, dass das in Ordnung ist?

Natalie,

habe mit Interesse gelesen, was du geschrieben hast. :-) Ich möchte auch auf einige Punkte bei dir eingehen:
1. Es gab in Deutschland schon kritische Stimmen gegen das Bombardement des Jugoslawien. Vor allem, weil es gegen das Völkerrecht verstoßen hat. Was mich persönlich angeht, so war ich dafür, obwohl ich bei dem Gedanken, dass da auch unbeteiligte Menschen getötet werden, ein mulmiges Gefühl hatte. Es ist sehr traurig, wenn Menschen sterben, die dafür nichts können. Was war denn die Alternative? Die Albaner von den Serben ausrotten zu lassen? Es war nichts anderes als Völkermord, was die Serben da betrieben.
2. "Gorbatschow ... Hat aber keine Ahnung was er machen soll damals."
Wer hatte denn damals Ahnung, was zu machen gewesen wäre? Wenn damals Putin an der Macht gewesen wäre, wäre ihm nicht anders als Gorbatschjow ergangen.
3. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Putin. Ich rechne ihm schon an, 4to on navel v strane porjadok. Ich bin nur gegen sein Verständnis von Demokratie.
4. "Er stellt keine Radarsysteme um das Europa abzuschiessen, stellt keine PRO,er macht keine Geheimflüge über das Deutschland"
Einverstanden. :-)
5. "Er bemüht sich Gasversorgung für Europa zu schaffen.Aber das mag in Deutschland nicht jeder."
Man hat in Europa einfach Angst vor Russland, weil man es für unberechenbar hält. Als Russland mit Weißrussland Streit wegen Gaspreise hatte, hat Russland über Nacht den Ölhahn nach Europa zugedreht, ohne jemanden in Europa informiert zu haben. Schon möglich, dass die Weißrussen Öl abgezapft haben; schon möglich, dass die von den Weißrussen erhobenen Transitgebühren überhöht und unberechtigt waren, aber was für ein Geschäftspartner dreht einfach den Ölhahn zu und dem anderen Partner nichts sagt? Kann man sicher sein, dass Russland in Zukunft so etwas nicht noch einmal tut? Deshalb möchte man in Europa nicht allzu sehr von Russlands Öl und Gas abhängig werden/sein.
6. "Möllermann wollte was sagen.Wo ist er?"
Wenn du den Typen aus der FDP meinst, der ist verunglückt.
7. "Wo ist jetzt Merz? Warum hören wir ihn nicht?"
Stimmt, der wurde von Angela Merkel ausgebootet/verdrängt.
8. Warum geht Steuber wenn er der beste in bayern ist? Weil es ist einfach besser für die da oben, wenn alle daneben grau sind und keine mehr talentierte Persönlichkeiten auf dem politischen Horizont bleiben.
Stimmt nicht. Stoiber wurde von seiner eigenen bayerischen Partei gestürzt. "Die da oben" haben damit nichts zu tun. Stoiber ist ein arroganter, selbstgefälliger Aktenfresser. Er ist nichts Besonderes ohne seine Fachberater. Es gibt Leute, die ihn gut ersetzen können.
9. Mit dem deutschen Gesundheitssystem bin ich selber nicht einverstanden. Das ist aber ein Thema, gde ja paru slovami ne otdelajus. :-)

Natalie,

sorry, dass ich nicht auf jeden deiner Punkte ausführlich eingegangen bin, no ja segodnja sdes tak mnogo napisal.., 4to u menja prosto ushe sil ne chwataet. :-)

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  Lu am 04.03.2007 

Zum Punkt 2:
"Марш несогласных" в Санкт-Петербурге
03.03.2007 15:08 | NewsInfo
В Санкт-Петербурге участники несанкционированного властями "Марша несогласных" проводят митинг у Гостиного двора. На демонстрацию собралось порядка двух тысяч человек. Городские власти запретили его проведение, однако организаторы планировали, что колонны пройдут по Суворовскому проспекту до Смольного, около которого будет организован митинг, передает РБК .

Органы правопорядка перекрыли проход демонстрантов по запланированному маршруту, в результате случилась потасовка, в которой группа примерно из 500 человек прорвала кордон и перегородила Невский проспект. Сейчас колонна движется по Невскому, и митинг проходит около Гостиного двора.

Как сообщили в пресс-службе ГУВД Санкт-Петербурга, ситуация под контролем, все зачинщики потасовка арестованы. В ГУВД не уточнили фамилии задержанных.

Между тем, пресс-секретарь форума "Другая Россия" Наталья Морарь сообщила, что среди задержанных лидер НБП Эдуард Лимонов и лидер "Авангарда красной молодежи" Сергей Удальцов. По ее словам, всего задержаны около 30 человек.

В акции протеста принимают участие сторонники Михаила Касьянова, партии Яблоко и других оппозиционных движений.

NewsInfo

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  natalie am 05.03.2007 

me
1. Russland wird wegen der Menschenrechte kritisiert. Warum Russland? und nicht die USA?
Wo sind die Menschenrechte des Volkes in Iraq geblieben?In Lebanon?
gestorben zusammen mit den Menschen.
...Heute kann jeder im Baltikum lebender Russe die baltische Staatangehörigkeit bekommen, aber nur wenn er die Staatssprache kann... Das stimmt nicht.
In Litauen kann man, aber in Lettland nicht.Nur falls wurde vor 1940 in Lettland geboren.

2. "Russland wird wegen der Meinungsfreiheit kritisiert. Man kann zwar Vieles frei sagen, aber nur solange das Allerheiligste in Russland - der Staat ..." Das stimmt nicht.
...Meiner Meinung nach ist das umgekehrt.
Menschen in Russland sagen alles was sie wollen: über Staat, über Putin, über schlechte innere politik, Korruption u.s.w. Fragen sie: sie bekommen eine Antwort von vielen.Dagegen ist in Deutschland: Menschen haben einfach Angst über die Politik zu reden. Immer wieder, wenn dieses thema da ist, alle sofort schweigen. Diskussion kommt zu Ende. Besonders wenn etwas nicht gutes über USA gesprochen wird.das habe ich mehrere male beobachtet.
Alle zeitungen in Russland sind privat, d. h. sie haben die meinung, die der besitzer der zeitung hat.
Einführung von Sanktionen gegen Georgien hat nicht zu tun mit Iran.
Georgien hat eine Provokation gemacht:hat 4 russische Offiziere, die zu der speziellen militärische Einheit gehörten, festgenommen und wollte sie in Gefängnis einstecken ohne gerichtliche Untersuchung, ohne Rechtsanwälte, und später hinrichten.
Die ganze Mission (darunter Frauen und Kinder) dürfen nicht in die stadt für mehrere Tage um Brot und Milch zu kaufen. Lebensmittel wurden aus Russland gebracht.Falls nicht diese reaktion des Russlands, wären diese menschen schon längst hingerichtet.Georgien versucht immer wieder irgendwelche Provokation zu schaffen: schickt soldaten in Kador,d.h. sucht beliebiger Anlass.
und Russland macht alles was nur kann um militärische konflikte mit Georgien zu verhindern.
Ich bin auch nicht in allem für Putin.(Ich weiß woher er kommt und Mentalitäten dieser Menschen).
Z.b in Fragen der inneren Politik:.
Z.b. In Jukos Fragen.
Im Fall Chdorkowskij.
In Personalpolitik.
in Tempo oder Ausbleiben von Reformen.
In schwachen Bekämpfung der Korruption.(oder Verstärkung von der?)
In Fragen: Gasversorgung für Weißrussland und Europa.
Miller (Gasprom) könnte viel billiger Gas an Weißrussland verkaufen.Warum soll der gleiche Preis für reiche Europäer und arme Weißrussen sein?
Aber es gibt wesentliche und weniger wesentliche.
Es gibt ein Unterschied zwischen dem: Borbadement der Chiroschima, Nagasaki, Dresden, Belgrad, wo keine militärische Einheiten waren, nur Zibilbevölkerung, die sterben müsste und zwischen der umdrehung der Gaspipeline.
Ich denke, dass es war einmal modisch Russland für Menschenrechtverletzung zu kritisieren. Seitdem die Situation hat sich verändert, aber die kritiker haben das nicht gemerkt und "singen das selbe Lied", weil keine andere Lied kennen.
Aus Putins Rede kann man ableiten:
Interessen von USA und Europa stimmen nicht mehr überein.Nicht nur in Außerpolitik, auch in militärischen und wirtschaftlichen Fragen nicht.
Deswegen ist Nato auch Vergangenheit.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  me am 06.03.2007 

Natalie!

1. Wir reden jetzt über die Lage der Menschenrechte in Russland und Deutschland, daher scheinen mir, Verweise auf andere Länder unangebracht.

Die schwerwiegendsten Menschenrechtsprobleme Russlands liegen im Nordkaukasus, insbesondere Tschetschenien, in der willkürlichen Inhaftierung und Folter sowie in den Zuständen in Gefängnissen und in der Armee.

Russische NROs haben 2005 über 100 Fälle - ohne den Nordkaukasus!!! – von Folter oder Misshandlung durch die russische Polizei in Gefängnissen und bei Verhören mit medizinischen Beweisen dokumentiert. Und was ist mit den Fällen, die nicht dokumentiert werden konnten?

2005 sind nach Aussagen des Militärgeneralstaatsanwalts Alexander Sawenkow über 2.600 Militärangehörige wegen der Anwendung von Dedowschtschina verurteilt worden. Über 6.000 Soldaten seien bei solchen Schikanen verletzt worden, 16 russische Soldaten starben an diesen Einführungsritualen. 276 Soldaten begingen Selbstmord, mindestens die Hälfte von ihnen brachte sich wegen Erniedrigung durch Vorgesetzte um. In den letzten Jahren haben die Übergriffe etwas abgenommen, da sie mittlerweile auch strafrechtlich verfolgt würden. Das Komitee der Soldatenmütter kritisiert aber weiterhin die unhaltbaren Zustände in der Armee.

Trotz anders lautender Beteuerungen der russischen Regierung ist die Menschenrechtslage im Nordkaukasus geprägt durch „Verschwindenlassen“, Folter, willkürliche Verhaftung und Haft ohne Kontakt zur Außenwelt sowohl in unbekannten als auch in offiziellen Haftanstalten. Die Menschenrechtsverletzungen, für die vor allem die Angehörigen der Sicherheitskräfte von Ramsan Kadyrow verantwortlich gemacht werden, bleiben straflos.

2. Als unabhängige Medien können nur noch wenige Zeitungen sowie das Internet genannt werden, zu denen aber ein Großteil der Bevölkerung insbesondere außerhalb der großen Städte keinen Zugang hat.

Die Telekommunikationsholding WGTRK (Allrussische Staatliche Tele-Radiogesellschaft) ist zu 100 % im Besitz des Staates. Dazu gehören die Fernsehkanäle „RTR“ und „Kultur“, das Satellitentelekommunikationsunternehmen „RTR-Signal“, rund 90 regionale Fernsehstationen sowie ebenfalls rund 90 Fernseh- und Radiosendezentren und mehrere Radiosender.

An der Fernsehanstalt „ORT“ (Öffentliches russisches Fernsehen) mit dem Ersten Kanal besitzt der Staat die Aktienmehrheit.

Die Aktiengesellschaft „TW-Zentr“ mit dem Sender TWZ gehört zu 99,2 % der Moskauer Stadtregierung.

Der Fernsehsender NTW ist zwar dem Namen nach ein privater Sender, die Aktienmehrheit besitzt aber das staatliche Unternehmen „Gasprom“.

Die Monopolstellung des Fernsehens durch den Staat führt(e) zum Verschwinden von kontroversen politischen Sendungen auf allen Kanälen. Nachrichtensendungen widmen dem Präsidenten, der Regierungspartei „Einheitliches Russland“ und der Regierung 75% bis 92 % der Sendezeit. Der Staat zeige im Fernsehen, so ein Kommentator, wie gut er funktioniere und sonst nichts.

Die meisten Zeitungen gehören direkt oder indirekt Großunternehmen im Bereich Öl, Gas und Schwerindustrie. Und wer besitzt die Aktienmehrheit solcher Großunternehmen? - Der Staat!

Über 50 % der Aktien der Zeitung Iswestija sind im Juni 2005 von „Gasprom-Media“ gekauft worden. Die Kritik an den Regierenden ist in der Zeitung unmittelbar danach verstummt.

Die Zeitung „Moskowskije Nowosti“ wurde 2005 an einen ukrainischen Geschäftsmann verkauft, der sie kurz danach an einen russischstämmigen israelischen Geschäftsmann weiterverkaufte. Dieser erklärte sofort, die Zeitung werde ab jetzt regierungsfreundlich.

Die Zeitschrift „Ogonjok“ wurde im Juli 2005 an „Telekominvest“ verkauft - wie einer der Beteiligten angab, auf Weisung des Kremls.

Es gibt vielleicht keine direkte Zensur, aber regelmäßige formelle und informelle Gespräche der Leiter führender Fernsehsender mit Vertretern der Präsidentenadministration könnten als indirekte Zensur bezeichnet werden.

Ich will nicht sagen, dass es in Russland gar keine Presse- und Meinungsfreiheit gibt. Das nicht. Es gibt schon ein paar Zeitungen und auch ein paar oder auch mehrere Artikel in den regierungstreuen Zeitungen, die sich kritische Töne gegenüber der Regierung erlauben. Nur Putin selbst ist aus der Kritik ausgenommen.

3. Warum hat plötzlich der Umgang Russlands mit Georgien und dem Iran nichts zu tun? Russland wirft doch dem Westen vor, dass er gleich an Sanktionen denkt, wenn ihm irgendein Land nicht passt, statt zu verhandeln. Und was tut Russland gleichzeitig gegenüber Georgien? Warum hat Russland da nicht verhandelt? Weil Georgien 4 russische Offiziere (Du hast bestimmt vergessen, dass 2 davon nach ein paar Tagen freigelassen wurden.) verhaftet hat? Verhaftet Russland keine Ausländer wegen Spionage auf seinem Territorium? Wieso überhaupt der große Aufstand? Nur weil ein kleines, unbedeutendes Georgien die Großmacht Russland herausgefordert hat? Warum verlangt Russland keine Sanktionen gegen den Iran? Die Bomben könnten doch eines Tages auch Russland treffen. Oder ist es vielmehr so, dass Russland im Iran einfach Geld verdienen will?

4. Georgien wollte die Offiziere hinrichten? Wer hat dir das denn erzählt? Georgien hat 1999 das 6. Zusatzprotokoll zur Europäischen Menschenrechtskonvention über die Abschaffung der Todesstrafe unterzeichnet.

5. Europäer haben Russland nie aufgefordert, sein Gas oder Öl zu Preisen wie für Weißrussland zu verkaufen.

6. Warum hat Russland nur so eine panische Angst vor Kritik? Warum wird es gleich hysterisch, sobald es nur ein kritisches Wort hört? Warum schottet sich Russland selbst von der Welt ab? Ich verstehe es nicht. Ich frage das als einer, für den Russisch die Muttersprache ist.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  me am 06.03.2007 

7. "Menschen in Russland sagen alles was sie wollen: über Staat, über Putin, über schlechte innere politik, Korruption u.s.w."
Du bringst es auf den Punkt. Es sind Menschen, die darüber reden. Es gibt aber fast kaum Zeitungen, die Putins System oder Putin selbst kritisieren. Und ich glaube nicht, dass das System von Putin oder er selbst so unfehlbar ist.

In Deutschland ist auch nicht alles perfekt. Nur ein Beispiel: Die Bundesregierung hat gezielt dafür gesorgt, dass der Deutschtürke Murat Kurnaz nicht aus Guantánamo entlassen werden und nach Deutschland zurückkehren konnte. Es war die Regierung von Schröder, die auf so eine eklatante Weise die Rechte dieses Menschen verletzt hat. Seine Rückkehr nach Deutschland verdankt er Angela Merkel. Im Gegensatz zu Russland werden aber solche Fälle in westlichen Ländern untersucht und die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen. Und wie ist es in Russland? Hast du Gerüchte gehört, dass Tschernomyrdin sich aus der Kasse von Gasprom bedient hat? Ihm wurde vorgeworfen 5 Milliarden Dollar Privatvermögen angehäuft zu haben. Gab es da eine parlamentarische Untersuchungskommission? - Nein! Was macht er jetzt? - Er ist russischer Botschafter in der Ukraine.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  me am 06.03.2007 

Наташ (я правильно подразумеваю?),

давай больше не будем об этом? Мы познакомились малость, узнали о точке зрения друг друга, но, зная характер русских по отношению к плюрализму во мнениях, я не хотел бы из-за подобного ссориться. Т. е. мне не хотелось бы, чтобы ты начала писать ответы на подобии Colt-a. Зачем сие? Оно ни тебе, ни мне не нужно. Я ценю, что у тебя свое мнение, что защищаешь родину, что ты до сих пор мои "выпадки" против росправительства терпела. Я просто из тех, кто очень критически к властям относится. Германские ли они или нет, - мне не важно. Я считаю, что политики просто лицемеры. ВСЕ! Даже Путин.... Я никогда не сказал бы, что он думает/думал лишь о деньгах, правя страной. И я даже уверен, что он не брал взяток, но его понимание/восприятие мира меня бесит. Если бы не оно, если бы ни его параноидность в отношении европы, то она носила бы его на руках. Жаль, что он постоянно думает, что Европа против России. В Европе Россию намного больше любят, чем США. Это факт. Я думаю, это даже ты не будешь оспаривать. Но если Россия (= правительство) настолько боится критики, и сразу же кулаком по столу стучит и на х... посылает.., как ты думаешь, что за мнение о ней создается?

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  natalie am 06.03.2007 

me
Я не защищаю родину, она не нуждается в моей защите. Я выросла в Литве, выучилась в России, а теперь живу вот в Германии, так что есть что сравнивать.Собираюсь уехать назад в Россию. Не настаиваю на своей точке зрения, понимаю,что ваши советы как мне и по каким вопросам высказывать свою точку зрения, я должна принимать как советы дружеские. Не люблю антироссийской нечестной пропаганды, ведущейся с разными целями.Весь мир как на ладони. Не думаю, что причины, которые могли бы когда-либо привести к тому, что бомбы и на россию упадут, надо искать во внешней политике России, скорее а в недоработке всех стран по противодействию гегемонизму, в том числе и Евросоюза.
Абсолютно согласна, что в российской армии чинятся безобразия. Но считаю, что в каждой стране есть что улучшать, тем более за несколько лет и Германия сильно победнела и здесь есть, чем заниматься.
Уделять внимание отсутствию прав граждан в других странах - это очень благородно и нужно, в том числе и в России, в том числе и в Латвии, где почти у половины населения страны, людей, родившихся в Латвии и говорящих на латвийском языке, нет гражданства, т.е. люди не имеют возможности не только выбирать, но и элементарно совершать сделки, например, купли- продажи своего имущества. Что -то не припоминаю, когда этим занимались в Европе.
Отсутствие критики высшей власти в России никак не угрожает мировой безопасности.
Не считаю, что Путин плохо относится к Европе.Этому нет никаких подтверждений.Он так старался угодить делегациям стран на встече в России, что даже какие- то электромобили для всех поставил. Радовался, что у людей хорошее настроение, как мальчишка.
Я не думаю, что Путин постоянно думает, что Европа против России. Я думаю, его занимают совсем другие мысли: как обустроить Россию?
Он умный человек.
Я не собираюсь оспаривать, что в Европе Россию любят больше, чем США. В каждой стране относятся по-разному, исторический аспект так же очень силен. Никто в России не переживает, если узнает, что в Европе к нему плохо относятся. Это как в Австралии: они все бегают по побережью и улучшают свое здоровье и им наплевать, что там в Европе, она так далеко.
Знаю только, что русские очень хорошо относятся ко всем национальностям, очень радушны и любят принимать гостей.
Поставьте себе русское телевидение, сравните объемы новостей и количество точек зрения репортеров на события внутри страны и за рубежом в течение суток в германии и России, и ваши цифры по пакетам акций, принадлежащих государству, того или другого телеканала вам самим станут неинтересны. Дополнительно у вас сложится собственное мнение, что ведущие немецких телеканалов или очень ленивы, или им мало платят, или настоько сильна цензура, что дается мнение только одного цензора. Плюрализма мнений нет.
Насчет Чечни распространятся не буду. Чтобы понять этот вопрос, нужно проследить исторический путь развития чеченского народа.Знаю одного заслуженного представителя чеченского народа. Это Хасбуллатов, раньше был в Росс.парламенте.
Мне кажется , что после 30ти лет каждый учившейся в вузе , может составить свою точку зрения на все события, а не повторять чью - то. Разве только если заработную плату платят за распространение необходимой точки зрения. Такое тоже бывает. Не могу поверить, что образованного человека можно убедить в том, что черное - это белое и наоборот.
Очень приятно, что вы мне уделяете внимание.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  me am 08.03.2007 

natalie,

мне никто не платит за распространение моей точки зрения. Уже потому, что я не работаю в средствах массовой информации. Кроме этого, я знаю поднаготность русского менталитета с рождения. Поэтому я могу уверить тебя, что я не занимаюсь антируссизмом.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  me am 08.03.2007 

поднаготность русского менталитета = критика моя относится к правительству, а не к народу.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  saulite am 22.03.2007 

наталья,
Вы явно лидер на этом форуме, пока никто не смог достойно Вам противостоять. Я абсолютно с Вами согласна по всем вопросам. Сама пережила 2 эммиграции: из России в Латвию и далее из Прибалтики в Германию.
Приятно читать Ваши хорошо аргументированные ответы.Так держать!

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  Lu am 24.03.2007 

Живу в России с рождения, никогда не собиралась её покидать, т.е. эмигрировать, была всегда за Путина, но ....
Сегодняшнее безобразие в Нижнем Новгороде с маршем несогласных, скандал с Зурабовым и ещё многое другое убивает мою веру в Путина.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  me am 26.03.2007 

Was meint ihr, wird über Russland anhand des unten stehenden Artikels immer nur schlechtes berichtet?

Russland stellt Iran Ultimatum

Bislang bremste Russland im Atomstreit. Jetzt aber hört man scharfe Töne aus Moskau: Der letzte Woche angekündigte Brennstoff-Stopp werde erst aufgehoben, wenn Iran seine Urananreicherung aussetzt, berichtet eine Zeitung. Die Front gegen Teheran wird breiter.

Washington - Russland will Iran so lange keinen Brennstoff für seinen Atomreaktor Buschehr liefern, bis das Land seine umstrittene Urananreicherung aussetzt. Wie die "New York Times" berichtet, habe die Regierung in Moskau diese Bedingung vergangene Woche Iran mitgeteilt. Das Blatt berief sich auf europäische Vertreter sowie Vertreter Irans und der USA, die nicht namentlich genannt werden wollten.

Mit der Ankündigung vollzieht die russische Regierung einen deutlichen Strategieschwenk und erhöht den Druck auf Teheran. Bislang hatte Moskau die Verzögerung der Brennstofflieferung mit ausbleibenden Zahlungen Irans begründet. Dass sie nun die Fortführung der nuklearen Kooperation an einen Anreicherungsstopp Irans knüpft, verdeutlicht das zunehmende Misstrauen Moskaus gegenüber den Nuklearambitionen des Mullah-Staates.

Seit Wochen drängen die USA und die europäischen Verhandlungspartner Deutschland, Frankreich und Großbritannien mit Blick auf die iranische Hinhaltetaktik im Atomstreit auf eine Verschärfung der Sanktionen. Bis zuletzt hatte die russische Regierung sich dagegen ausgesprochen - aus Angst um die lukrative Wirtschaftszusammenarbeit mit Iran. Letzte Woche eskalierte jedoch der Buschehr-Streit zwischen Iran und Russland, das daraufhin einen Brennstoff-Stopp ankündigte. Mit dem jetzigen Ultimatum schlägt sich Russlands weiter auf die Seite derjenigen, die eine Sanktionsverschärfung anstreben.

Vertreter von USA und EU begrüßen russischen Schritt

"Dies ist eine sehr wichtige Entscheidung der Russen", zitiert die Zeitung einen europäischen Vertreter. Sie zeige, dass die Meinungsverschiedenheiten mit Russland über die Gefahren des iranischen Atomprogramms rein taktischer Natur seien. "Im Grunde wollen die Russen keinen Iran mit Atomwaffen."

Auch die USA begrüßten die Ankündigung Russlands. Ein hochrangiger US-Beamter sagte gegenüber der Zeitung: "Offensichtlich gegen sich Russland und Iran auf die Nerven - das ist nicht gerade schlecht."
...

vm/Reuters/AFP

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  leonid am 28.05.2011 

Man kann an den Beiträgen erkennen wer kein russe ist so eine ahnungslosigkeit ist typisch für euch überheblichen west Europäer ich werde jetzt auch nicht argumentieren weil das.keinen Zweck hat bei den meisten hier ich möchte nur einen Vergleich anstellen: wenn Deutsche über Russland reden ist das immer so als ob mir ein blinder einen Picasso beschreibt

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Geschrieben von  Франц am 28.05.2011 

ich finde die Diskussion sehr interessant.
@Leonid, bitte nicht verallgemeinern. Es mag sein daß das in vielen Fällen so ist, aber es ist kein Verlaß darauf -gottseidank. Auch hier in D gibt es unvoreingenommene Leute.

<<< Zurück zu allen Nachrichten

Schreiben Sie Ihre Antwort oder Kommentare hier:

Betonte Silben können Sie mit { } zeigen. Die Buchstaben zwischen { } werden rot und fett dargestellt. priw{je}t -> priwjet

Name:
Email:
Ihre Kommentare
Bitte tragen Sie die Summe ein:    4+8=  
 
 


Zurück zu allen Nachrichten Neue Frage erstellen